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Der Abstiegskampf über 18 Runden in der Fußball-Bezirksliga, Staffel 3, ist eröffnet und eine ganze Reihe an lippischen Klubs zittert um den Klassenerhalt. Mitten im Schlamassel stecken der TSV Kohlstädt und SuS Lage. Beide Klubs warten auf den großen Sprung in der Tabelle und treffen am kommenden Samstag um 15 Uhr am Werreanger im direkten Duell aufeinander. "Wenn wir auch gewinnen sollten, an der Situation wird sich nichts ändern", verweist SuS-Trainer Carsten Schulze auf die Tabelle. Und die drückt aus, dass die Zuckerstädter nur elf Zähler aus 14 Partien holten. "Es ist einfach nur brutal - und das nach dieser Aufbruchstimmung im Sommer", kann sich der Torwart in seiner zehnjährigen Trainer-Tätigkeit nicht an ein derartiges Verletzungspech erinnern, wie es sein Team in dieser Spielzeit erwischt hat. Neueste Hiobsbotschaft: Bei Paul Pauls besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandanriss. 28 Spieler hat Schulze mittlerweile eingesetzt. Um "gesund" ins Derby zu gehen, hat er gar auf die gestrige Übungseinheit verzichtet. "Es bleibt doch nicht aus, dass die Trainingsbeteiligung nicht die beste ist. Aber: Die Mannschaft versucht alles", baut er auf den Charakter der Spieler. In der Winterpause wolle man alle Kräfte bündeln und darauf hoffen, dass der ein oder andere Langzeitverletzte rechtzeitig zurückkommt. Außerdem laufen die Gespräche mit potenziellen Spielerkandidaten. Und wenn es am Ende mit dem Klassenerhalt nichts wird? Schulze: "Wenn ich, wie momentan auch, die Rückendeckung habe und wir sollten es dennoch nicht schaffen, dann muss ich sehen wie die Perspektive aussieht. Stimmt die und die Leute ziehen alle mit, dann würde ich auch in der Kreisliga A weitermachen." Eine Lanze für Carsten Schulze bricht sein samstäglicher Gegenüber José Antonio Garrido Mira, Coach des TSV Kohlstädt. "Wenn wir so ein Verletzungspech wie Lage gehabt hätten, wären wir schon abgestiegen. Man sollte nicht gleich den Trainer in Frage stellen. Dass er ein guter Trainer ist, hat er ja schon in Lockhausen bewiesen. Man sollte ihn in Ruhe arbeiten lassen", sagt Garrido Mira und freut sich, dass diese Aussage genau auf seine Arbeit beim TSV zutrifft. Mit ebenfalls elf Punkten aus 14 Spielen bangt Kohlstädt um den Liga-Verbleib. Von Unruhe jedoch keine Spur. "Das dritte Jahr in der Bezirksliga ist für den TSV ein Geschenk. Es ist schwierig, hier eine Mannschaft zu trainieren. Kohlstädt ist halt ein Dorf", so der Spanier. Deshalb muss er auch die Umstände unter der Woche akzeptieren. Nur alle zwei Wochen ist nach eigener Aussage Training mit dem kompletten Kader möglich. Kay Budde wohnt in Hövelhof, Klöpping in Verl, Steinmetz ist häufig auf Montage, Bovino besucht die Meisterschule, Frodermann und Taspinar leisten Schichtdienst. Garrido Mira betont immer wieder, dass sich er und die Truppe von der Situation nicht verrückt machen lassen und verspricht: "Wir werden bis zum letzten Spieltag kämpfen." Quelle: LZ-Online
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