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SV Dringenberg sieht schweren Zeiten entgegen |
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Montag, 12 Dezember 2005 |
Zum Titel „Mr. Germany“ reichte es für den Erkelner Sebastian Middeke am Wochenende bei der Kandidatenkür gegen 17 Konkurrenten nicht, aber als Siebter zog er sich allemal gut aus der Affäre. Überzeugend war sein Auftritt auf dem Sportplatz in Dringenberg aber in jedem Fall. 20 Minuten nach Spielbeginn tauchte der Alhausener im Burgstadion auf. Ein Stau auf der Fahrt von Rostock stoppte seinen geplanten Einsatz in der Startformation. In kurzen Hosen setzte er sich bei frostigen Temperaturen zu seinen Kameraden auf die Ersatzbank, wo es dann viel zu erzählen gab. Die Nacht war mit zwei Stunden Schlaf nach der After-Show-Party denkbar kurz, aber so professionell wie sich Middeke auf den Wettbewerb in Linstrow vorbereitet hatte, so engagiert setzte er sich dann in der zweiten Hälfte für seinen Verein ein. Ohnehin hatte der 21-Jährige, der seine Fußballschule in der Regionalliga beim SC Paderborn genoss, bei den ganzen Auftritten im Vorfeld der Wahl stets auch die Trainingstermine im Kopf. Kaum war „Sebi“ Middeke auf dem Feld, münzte er sein Engagement auch in einen Torerfolg um. Hellwach führte er eine Ecke kurz aus, um sich schnell ins Strafraumgetümmel zu stürzen, wo er dann mit einer Direktabnahme für die 1:0-Führung sorgte. Zuvor hatten die Gastgeber hochkarätige Chancen durch Rüther und Dvorani nicht genutzt. Auch vor Middekes zweitem Treffer hatten Köhler und wiederum Dvorani noch zwei Riesenchancen, aber wie in den Wochen zuvor fehlte die Konzentration beim Abschluss. Tröstlich ist, dass mit dem Einsatz von Spielern aus der ersten Mannschaft die Reserve zuletzt sechs Punkte holte, aber am Sonntag wäre ein frischer Florian Rüther für den Klassenerhalt in der Bezirksliga vielleicht hilfreicher gewesen. Zwar konstatierte Erkelns Vorsitzender Dieter Multhaupt, dass der Sieg seiner Mannschaft bei den Großchancen der Dringenberger glücklich war, aber mit nunmehr zehn Punkten geht der SV Dringenberg in der Bezirksliga als Tabellenletzter schweren Zeiten entgegen. Quelle: Neue Westfälische
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