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Landesliga: SpVg. Brakel heute gegen RW Horn |
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Mittwoch, 26 April 2006 |
Brakel (WB). Druck in doppelter Hinsicht erzeugen - in jedem Spiel und mit jedem Erfolg in Richtung der potenziellen Aufstiegskandidaten. Die Akteure der SpVg. Brakel beherrschen diese Kunst in diesen Tagen vorbildlich. Der Landesligist von der Nethe spielt unbekümmert auf und sorgt für Glücksgefühle, Siege und damit wieder für berechtigte Aufstiegs-Hoffnungen im eigenen Lager. Heute Abend geht es ab 18.30 Uhr im Sportzentrum Pahenwinkel gegen den Tabellenneunten TuS Horn. Mit einem Sieg würden sich die Rot-Schwarzen auf Platz zwei hinter den BV Bad Lippspringe
vorschieben. Ganze drei Punkte Rückstand hätten sie dann noch und immer noch ein Spiel weniger als der Tabellenführer. »Hochrechnungen interessieren mich nicht, sie machen auch keinen Sinn«, sagt SpVg.-Trainer Werner Koch. »Wir beschäftigen uns immer nur mit dem nächsten Gegner und wollen natürlich heute Abend gegen Horn eine gute Vorstellung abliefern.« So wie am Sonntag, als die Brakeler den SVA Bockum/Hövel quasi an die Wand spielten. Chancen in Hülle und Fülle produzierten und sich am Ende doch nur mit einem Tor zufrieden geben mussten. Aber der 1:0-Erfolg reichte für den so wichtigen »Dreier« im Aufstiegskampf zur Verbandsliga. Denn in diesen ist der Aufsteiger aus dem Fußballkreis Höxter mehr verwickelt denn je. Auch wenn Koch, seine Schützlinge, Verantwortliche und sogar die Fans der SpVg. Brakel davon immer (noch) nichts hören und wissen wollen: »Das Team muss das Niveau und die Schlagzahl halten. Das ist angesichts der englischen Wochen ganz bestimmt nicht einfach«, stellt der akribische SpVg.-Übungsleiter heraus. Doch diesem Anspruch müssen auch die Mitstreiter im Aufstiegskampf BV Bad Lippspringe, FC Stukenbrock oder SW Suttrop genügen. Wenn es nach dem Brakeler Trainer gehen würde, müssten der aktuelle Kreis der möglichen Verbandsliga-Kandidaten sogar bis zum neunten Platz erweitert werden. Diesen nimmt zurzeit der heutige Gegner aus Horn mit 35 Punkten ein. Brakel bringt es bei einer Begegnung weniger auf 39 Zähler. »Diese Liga ist so ausgeglichen, dass die Entscheidung im Aufstiegskampf erst ganz zum Schluss fällt«, formuliert der 42-jährige Coach der Youngster aus Brakel im Brustton tiefster Überzeugung. All diese Aussagen lassen letztlich nur einen Schluss zu - Brakel wird dabei sein. Der Trainer hat für diese These seine eigene Wortwahl: »Wir wollen weiter für Furore und Überraschungen sorgen. Die Spieler denken so wie ich.« Gegen Horn soll mehr Torgefährlichkeit aus dem Mittelfeld entwickelt werden. So überlegt Koch, ob er den wieder genesenen Daniel Richter von Beginn an bringt. Kapitän Christian Groppe wird nur auflaufen, wenn die Zerrung auskuriert ist. Druck erzeugt Gegendruck. Den könnte Brakel spätestens heute mit einem Sieg erfahren. Unbekümmert wollen sie aber auch dann trotzdem noch bleiben. Quelle: Westfalen-Blatt |