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Leistungsträger mit Ablauf der vergangenen Saison verloren, aber im neuen Spieljahr in der Winterpause auf Rang zwei. Das spricht für eine intakte Mannschaft und Konstanz. Der TuS Erkeln spielt wieder einmal eine gute Rolle in der Bezirksliga. Dabei verloren die Nethedörfler mit Boris Hartmann, der zum Verbandsligisten RW Erlinghausen wechselte, und Erdogan Acar (langwierige Verletzung) ganz wichtige Akteure im Mittelfeld. Auch die Abwehr musste neu formiert werden. Dass die Youngster unter dem neuen Trainer Klaus Brandt mittlerweile Spitzenreiter Warburg 08 auf die Pelle gerückt sind, verzückt Fans und natürlich den Vorstand der Grün-Weißen. Dabei verlief die Saisonvorbereitung des Turn- und Sportvereins alles andere als optimal. Die Trainersuche nahm ungewöhnlich viel Zeit in Anspruch. Klaus Brandt wurde letztlich überzeugt und stellt mit dem Blick zurück fest: »Ich kam in Erkeln zum Traineramt wie die Jungfrau zum Kinde. Aber die Arbeit und die Aufgabe machen mir Spaß.« Brandts Fußball-Sachverstand war bekannt. Auf beruflicher Ebene hatte der junge Übungsleiter im Unternehmen des Hauptsponsors durch Personalverantwortung Führungskompetenz bewiesen, mit der er nun auch aus jungen Sportlern eine Einheit formt. Eine Verletzung gegen Oesterholz war allerdings der Grund dafür, dass der Trainer zuletzt an den Sonntagen nicht mehr auf dem grünen Rasen seine Erfahrung als Spieler einbringen konnte. Im Sommer verließen sieben Kicker den Verein, sieben kamen. »Wenn wir doch nur ein bis zwei erfahrene Kicker mehr gehabt hätten«, deutet Brandt das an, was Stürmer Sebastian Middeke konkret formuliert: »Zum Aufstieg fehlt uns ein Leitwolf im Mittelfeld und ein gestandener Mann in der Abwehr.« Der 21-jährige Stürmer (acht Treffer in der aktuellen Bezirksligasaison) fügt zudem an: »Mein Ziel ist, irgendwann mit dem TuS Erkeln die Bezirksliga zu verlassen. Ich möchte fußballerisch noch etwas höher spielen.« Middekes Sturmpartner Michael Puhl hat trotz Verletzungspausen zwölf Treffer erzielt. Dies weckte Interesse beim Verbandsligisten RW Erlinghausen, aber Trainer Brandt erklärt: »Anfragen gibt es viele. Wir geben niemand ab.« Hinter den Angreifern sollte Erdogan Acar die Rolle als Spielmacher und hängende Spitze übernehmen. Doch der hochbegabte Akteur verletzte sich im ersten Pflichtspiel im Westfalenpokal gegen Landesligist TuS Tengern (1:4 nach Elfmeterschießen). »Unser Spiel war auf Erdogan aufgebaut. Wir mussten uns total umstellen«, so Middeke, der sich freuen darf, dass Acar mit ins Trainingslager fliegt und langsam seine Rückkehr vorbereitet. Vom 22. bis 29. Januar wird mit 18 Aktiven in der Türkei der Grundstein für eine noch bessere Rückrunde gelegt. »Wenn man eine Woche zusammen ist, festigt das den Mannschaftsgeist«, betont Fußballobmann Werner Kurtz. In heimischen Gefilden gibt es zudem Testspiele gegen die DJK Mastbruch und vermutlich gegen den TuS Bad Driburg. Eventuell kommt noch ein neuer Spieler für die Abwehr, obwohl beim TuS erst 20 Gegentore in 16 Spielen zu Buche stehen. Zunächst fungierte Stefan Voits (21 Jahre) als Libero, ihm folgte als »letzter Mann« Viktor Neumann (27). Manndecker sind Sebastian Kurtz (18) und Peter Rehrmann (20). Stefan Voits spielt nun vor der Abwehr. Seit gut neun Monaten im Team, aber erst seit Sommer in der Liga spielberechtigt, wurde Voits wegen vorbildlicher Einstellung vom Trainer zum Mannschaftskapitän ernannt. Auch für die anderen Neuzugänge findet Brandt, dem mit Sven Leifelsmeier ein Sportwissenschaftler als Co-Trainer zur Seite steht, lobende Worte: »Sebastian Kurtz hat es als so junger Mann schon zum Stammspieler gebracht. Jawad Nassery ist ein ausgesprochen guter Fußballer. Erkan Topal hat im Rahmen seiner Möglichkeiten 100 Prozent gebracht. Daniel Rampe hat anfangs ein wenig Zeit gebraucht.« Mittelfeldspieler Martin Piechota konnte sein Potenzial wegen Verletzungen nicht abrufen. Keeper André Durdel hat die Hand- und Schulterverletzungen aus seiner Zeit beim SC Paderborn überwunden und ist der erwartet sichere Rückhalt. Es gab bisher nur drei Niederlagen, wobei das 0:1 in Nieheim und das 1:2 in Schwelentrup vermeidbar gewesen wären. »Uns war von Beginn an klar, dass wir Niederlagen hinnehmen müssen, mit denen wir im Vorfeld nicht rechneten«, so Fußballobmann Werner Kurtz. Die treuen Erkelner Zuschauer haben längst erkannt, dass in der jungen Mannschaft, in der es laut Trainer Klaus Brandt einen guten Zusammenhalt gibt, viel Potenzial steckt. Quelle: Westfalen-Blatt
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