Von Michael Risse
Kreis Höxter (ris). Die Burgherrn spielen gegen die Mauer: Der SV Dringenberg empfängt den SV Höxter, die beste Defensive der Bezirksliga. Zum Duell der löchrigen Abwehrreihen kommt es zwischen Brenkhausen/Bosseborn und Landesligaabsteiger Warburg.
SV Dringenberg - SV Höxter (Sa. 18.00 Uhr). Dringenberg hat alle vier Heimspiele gewonnen, Höxter keines der vier Auswärtsspiele. Als Favorit sieht sich SVD-Coach Richard Soethe dennoch nicht: »Als neutraler Beobachter würde ich mit einem Unentschieden rechnen.« Er verweist auf die SVH-Abwehr, die erst vier Gegentore kassiert hat. Aber der SVD hat Selbstbewusstsein aufgebaut. »Unsere Stärke ist das spielerische Vermögen.« Gegen Höxter fällt wahrscheinlich Süleyman Yaprak aus. Zacharias Flore ist nach Mandelentzündung wieder im Kader.
Beim SV Höxter gibt es aktuell keine Ausfälle, abgesehen von Ralf Schönwald, der sich vor zwei Wochen verletzte. »Er hat einen Meniskusschaden erlitten. Ob die Kreuzbänder beschädigt sind, soll eine Untersuchung in Köln ergeben«, berichtet Norbert Dölitzsch, der eine positive Entwicklung seines Teams sieht: »Die Mannschaft ist enger zusammengerückt, hat sich taktisch verbessert. In Barntrup haben wir sehr passablen Fußball geboten.« Auch die gute Trainingsbeteiligung, 15 Mann am Donnerstag, lassen Höxter selbstbewusst ins Burgstadion fahren: »Nach dem Aschenplatz in Barntrup freuen wir uns auf den schönen Rasen.« WB-Tipp: 1:1
SV Brenkhausen/Bos. - Warburg 08. Beide haben kein Spiel ohne Gegentor beendet. 23 kassierte der SVBB, 21 die Sportfreunde. Es dürfte ein lebhaftes Spiel werden, fast mit Torgarantie. »Das ist nicht das, was man sich als Trainer vorstellt«, sagt Brenkhausens Coach Andreas Grützner. Burkhard Sturm sagt: »Fast mit demselben Personal haben wir in der Landesliga nicht mal die Hälfte Gegentore bekommen. Es ist ein Kopfproblem. Der eine oder andere arbeitet defensiv nicht genug mit. Alles, was ich bisher in dieser Liga gesehen habe, ist absoluter Durchschnitt. Ärgerlich ist, dass wir dagegen noch abfallen« Ähnlich ergeht es Andreas Grützner. Aber er unternimmt keine Experimente, um irgendwie frischen Wind reinzubringen. »Ich habe nicht viel mehr frischen Wind. Jeder hat seine Chance bekommen.« Alles was ich bisher in dieser Liga gesehen habe ist absoluter Durchschnitt. WB-Tipp: 2:2
SV Borgholz/Nat. - TuRa Heiden. Seit fünf Spielen ohne Sieg. Borgholz/Natzungen rutschte erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegesrang. »Uns war von Anfang an klar, dass wir in den Abstiegskampf kommen. Ärgerlich ist, dass wir schon gegen viele Teams aus dem unteren Bereich gespielt haben«, sagt SV-Trainer Matthias Rebmann. »Die Punkte müssen diesmal in Borgholz bleiben.«
Heiden blieb in allen drei Auswärtsspielen ohne Punkt, es gelang nur ein Tor. TuRa-Obmann Thomas Peuker beklagt viele Verletzte: Für Torwart Dittberner, Depner, Gaus und di Paterniano sieht er keine Einsatzchance. Scharf (Grippe) ist fraglich. Die beiden Ex-Lüerdisser Schapansky und Sapina sind erst ab Dezember spielberechtigt. WB-Tipp: 1:0
FC Stahle - SSV Oesterholz. Es lohnt sich, als Zuschauer den Aufsteiger zu besuchen. 16 Tore fielen in den drei Stahler Heimspielen. Vier Punkte aus den vergangenen beiden Wochenenden geben Trainer Günther Weber Zuversicht: »Läuferisch passte es, das Zweikampfverhalten stimmte. Torchancen kriegen wir automatisch.« Jakob Hertel fehlt weiterhin (muskuläre Beschwerden im Oberschenkel), Stammtorwart Julian Pecher (Hüftgelenkprellung) sollte am Freitag ins Training einsteigen. Robin Brandhorst hat sich als gute Alternative erwiesen. WB-Tipp: 2:1
FC Nieheim - TuS Horn-Bad Meinberg. FC-Coach Wolfgang Wächter hat Respekt vor den Kickern aus seiner Heimatstadt: »Die haben auch den Anspruch oben mitzuspielen.« Wächter beobachtete Horn vor zwei Wochen in Borgholz. »Es ist eine Kontermannschaft mit schnellen Leuten. Sie kommen aus einer gestaffelten, sicheren Abwehr. Damit waren sie gegen Spitzenmannschaften wie Barntrup und Detmold erfolgreich.« Wächter erwartet, dass Lippmann und Basaran wieder dabei sind. Gefährlich sind Gatzke und Coban. WB-Tipp: 3:1
Quelle: Westfalen-Blatt
Beim SSV herrscht Flaute
Oesterholzer beim Neuling - Rojahn und Krekeler im Fokus
Oesterholz-Haustenbeck (He). Acht Spieltage und nur acht Torerfolge - beim Fußball-Bezirksligisten SSV Oesterholz herrscht eine Torflaute. Endet diese an diesem Sonntag an den Ufern der Weser?
»Wir fahren zum FC Stahle, um drei Punkte mitzunehmen«, sagt Trainer Markus Fehse. Er ahnt allerdings, dass dies eine schwere Aufgabe werden könnte. »Stahle hat zuletzt mit 4:1 Toren in Warburg gewonnen. Die Mannschaft wird sicherlich versuchen, diese Euphorie in die Partie gegen uns mitzunehmen«, vermutet er.
Nach schlechtem Start hat der Aufsteiger sich auf Rang elf der Tabelle empor gearbeitet. Mit sieben Zählern hat der FCS einen mehr auf dem Konto als die Oesterholzer. Vor allem aber treffen sie wesentlich häufiger ins Tor. Von 16 Saisontoren hat Thomas Rojahn sechs erzielt. Fünfmal hat Lars-Christoph Krekeler getroffen. »Ganz klar: Auf diese beiden müssen wir besonders aufpassen«, fordert Fehse.
Zum Vergleich: Erfolgreichster Torschütze beim SSV ist Adam Sadowski mit vier Treffern. Zweimal war Marc Pospischil erfolgreich, einmal Sven Jahn und beim 3:2-Sieg in Borgholz wurde der Fehse-Elf vom Gegner ein Eigentor geschenkt. Insgesamt haben die Kicker aus Oesterholz also nur achtmal über Torerfolge jubeln dürfen. Halb so oft, wie Gegner Stahle.
Bislang leer ausgegangen ist auch Neuzugang Udo Gemmerich, der in der Vorsaison immerhin zehnmal für den TSV Kohlstädt eingenetzt hat. Fehse: »Es wäre schön, wenn bei ihm endlich der Knoten platzt. Ihm würde ein Treffer gut tun.«
Die Oesterholzer müssen weiter mit personellen Engpässen leben. »Sven Jahn hat Knieprobleme. Die Diagnose steht zwar noch aus, er wird aber wohl längere Zeit ausfallen«, sagt Fehse. Auf der Verletztenliste stehen weiterhin Sascha Esau und Sebastian Hanecke. Bastian Lüning hatte bereits einen Kurzeinsatz, ist aber noch nicht wieder bei seinem früheren Leistungsvermögen angelangt. Nathan Cox und Rick Fraser stehen dem Team wieder zur Verfügung.
Quelle: Schlänger Zeitung |