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Westfalenliga-Abstiegskampf: Sieg in Horn muss her - Brakeler benötigen Nerven wie Drahtseile Drucken E-Mail
Samstag, 23 Mai 2009
Von Jürgen Drüke
Brakel/Horn (WB). Drei Spieltage vor Abschluss der Saison gleicht der Abstiegskampf in der Fußball-Westfalenliga einem Thriller. An diesem Sonntag muss die SpVg. Brakel in Horn punkten. »Wir kriegen von keiner Mannschaft etwas geschenkt.« Diese Aussage von SpVg.-Trainer Jürgen Prüfer findet seine Bestätigung in der Zielvorgabe des Übungsleiters der Horner: »Wir werden noch einmal richtig Gas geben, um den fünften Platz zu festigen«, sagt Reiner Polder. Der ehrgeizige Coach und seine Schützlinge sind noch einmal hochmotiviert, zumal es im Nachholspiel am Vatertag gegen die SpVg. Erkenschwick eine 2:5-Niederlage auf eigenem Platz gegeben hat. »Ausgerechnet Erkenschwicker«, ärgert sich Jürgen Prüfer.

Das ist ein unmittelbarer Konkurrent im Abstiegskampf, der damit an den Brakelern vorbeigezogen ist und mit 36 zwei Zähler mehr als die Nethestädter auf seinem Konto hat. »Wir können uns nur noch wundern«, sagt der SpVg.-Coach angesichts der Erkenschwicker Aufholjagd. Gegen das Prüfer-Team hat die Mannschaft aus dem Ruhrpott vor sechs Wochen nach merkwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen 2:1 gewonnen. Erkenschwick spielte nun in Horn lange in Überzahl.

RWH-Defensivakteur Christopher Köthemann sah in der 55. Minute nach Foulspiel eine fragwürdige rote Karte. Der Horner Friedrich Böhmschulte musste in der 66. Minute nach einer gelb-roten Karte das Spielfeld verlassen. Erst mit einem Doppelschlag gelangen den Gästen in der Schlussphase die Treffer zum 4:2 und 5:2.
Brakel belegt nur aufgrund der mehr erzielten Tore gegenüber Borussia Emsdetten einen Nichtabstiegsplatz. Nun sind in den noch ausstehenden drei Spielen Nerven wie Drahtseile gefragt.

Der Vorhang zum drittletzten Akt im Abstiegskampf wird an diesem Sonntag um 15 Uhr hochgezogen. Während die im Aufwind befindlichen Nethestädter die Überraschung in Horn anstreben, stehen sich die unmittelbaren Konkurrenten im direkten Duell gegenüber: Borussia Emsdetten empfängt die SpVg. Erkenschwick. »Wir hoffen, dass Erkenschwick gewinnt«, will sich Jürgen Prüfer während der schweren Aufgabe in Horn ständig über das Ergebnis des Kellerduells informieren lassen. Und auch den Vorletzten RW Ahlen II hat der Coach noch nicht abgeschrieben »Die werden mit Spielern aus dem Zweitliga-Kader der Ahlener verstärkt und holen noch neun Punkte.«

Die SpVg. Brakel muss nach dem 5:0-Sieg gegen den SV Erlinghausen nachlegen. Die Rot-Schwarzen haben das Hinspiel gegen RW Horn übrigens vor einem halben Jahr 4:1 gewonnen.

Quelle: Westfalen-Blatt

 
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