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Von Jürgen Drüke
Brakel (WB). Die SpVg. Brakel hat den ersten Schritt gemacht. Innerhalb von acht Tagen soll der zweite folgen. Sonntag, 26. Oktober, verließen die Rot-Schwarzen erstmals in dieser Saison die Abstiegsplätze. Sonntag, 2. November, kann bereits der Anschluss an das Mittelfeld hergestellt werden.
Der zweite Heimsieg in Folge innerhalb von acht Tagen würde es möglich machen. Die Vorzeichen dafür stehen gut: Der Fünftletzte SpVg. Brakel geht leicht favorisiert in die Partie gegen den Drittletzten DJK Nottuln. »Die Mannschaft hat sich spielerisch stabilisiert, das drückt sich auch in den Resultaten aus«, sagt SpVg.-Trainer Jürgen Prüfer.
Die Formkurve der Nethestädter zeigt eindeutig nach oben: Die letzten beiden Spiele wurden 1:0 in Erkenschwick und 2:1 gegen Borussia Emsdetten gewonnen.
Davor lag am 12. Oktober die 0:2-Niederlage in Erlinghausen. Und wiederum davor befand sich das ranghöchste Fußballteam des Kreises Höxter bereits auf dem Weg der Besserung: Am 5. Oktober hieß es 0:0 in Davensberg. Am 28. September gab es einen 3:2-Auswärtssieg bei LR Ahlen II.
Nach dem Fehlstart in die Saison 2008/09 haben sich die Nethestädter kontinuierlich gesteigert. In den vergangenen fünf Partien hieß der Verlierer nur einmal SpVg. Brakel. Trotzdem, der Übungsleiter hebt vor dem richtungsweisenden Auftritt gegen Nottuln wieder einmal mahnend den Zeigefinger:
»Unser Manko ist nach wie vor die Chancenauswertung.« Hochkarätige Möglichkeiten bleiben zu oft ungenutzt. »So mussten wir letztlich froh sein, dass es gegen Borussia Emsdetten am Ende nach 0:1-Rückstand 2:1 für die SpVg. Brakel stand.« Das Heimspiel am vergangenen Sonntag hätten die Nethestädter wesentlich früher entscheiden müssen.
»Ende gut, alles gut.« Das war das Fazit nach dem Schlusspfiff. Erstmals standen die Brakeler nicht auf einem Abstiegsplatz. Angesichts der Dichte und der Enge in der Tabelle kann nun der große Schritt in die mittleren Regionen der Westfalenliga vorgenommen werden. Bewährtes wird dabei nicht geändert: Die Grundausrichtung ist zunächst einmal auf Sicherheit bedacht. Die Null soll hinter dem Doppelpunkt stehen. Deshalb genießen die defensiv ausgerichteten Akteure den Vorzug vor den offensiven. »Wir wollen zunächst einmal das Risiko aus unserem Spiel nehmen«, sagt Prüfer dazu.
Größere Sicherheit erarbeiten sich die Brakeler mit jedem weiteren Erfolgserlebnis.
Der akribische SpVg.-Coach bekennt trotz der zwei Siege in Folge: »Noch fehlt uns die Konstanz«. Diese Aussage begründet der Übungsleiter: »Selbst wenn wir gut spielen, bedeutet das noch lange nicht, dass das Team als Sieger vom Platz geht.« Der verschwenderische Umgang mit den Chancen ist es, die den Trainer zu dieser Aussage bewegt. Mit der Absicherung nach hinten und der Disziplin seiner Schützlinge kann der Coach inzwischen zufrieden sein.
Die Heimaufgabe gegen Nottuln ordnet Prüfer als »sehr schwierig« ein. Aufsteiger Nottuln bringt es auf sieben Punkte und muss nun dringend etwas für die Habenseite tun. An die raue Luft der Westfalenliga müssen sich die Nottulner noch gewöhnen. Erst ein Sieg aus elf Spielen ist zu wenig.
Bei den Brakelern wird Abwehrmann Mark Riechmann aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen morgen nicht in der Anfangsformation stehen. Damit wird es gegenüber dem Vorsonntag zumindest eine Veränderung in der Aufstellung geben.
Quelle: Westfalen-Blatt |