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Von Sylvia Rasche
Brakel (WB). Mit einem Erfolgserlebnis im Rücken geht Fußball-Westfalenligist SpVg. Brakel in das schwere Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SC Wiedenbrück. Im Westfalen-Pokal erreichte das Team am Donnerstagabend das Achtelfinale mit einem 2:0-Erfolg gegen Türksport Bielefeld. Trainer Jürgen Prüfer hat aus der Pokal-Partie vor allem zwei zentrale Erkenntnisse gewonnen. In der Abwehr spielte seine Elf gegen den Bezirksligisten deutlich stabiler als vor einer Woche gegen den Westfalenliga-Spitzenreiter SC Paderborn 07 II.
»Wir haben gut gestanden und auch unser Torwart ist im Laufe der Partie sicherer geworden. Das war ganz wichtig«, erklärt Prüfer. Zwischen den Pfosten stand der Driburger Robert Kimmel, der zwar in der ersten Halbzeit noch einige Unsicherheiten erkennen ließ, sich nach der Pause in der Drangphase des Gastgeber aber auszeichnete. Auch gegen den SC Wiedenbrück wird er am Sonntag den Kasten der Rot-Schwarzen hüten. Sollte der nachverpflichtete Bengt Pyka bis dahin spielberechtigt sein, wird er auf der Bank Platz nehmen. »Robert spielt«, hat sich Prüfer für Sonntag festgelegt. Dabei dürfte klar sein, dass das Tor der Brakeler gegen Wiedenbrück deutlich mehr unter Beschuss stehen wird, als am Donnerstag gegen Bielefeld. Vor allem auf die beiden SC-Torjäger Soner Dayangan und Murat Turhan gilt es zu achten. Beide haben bisher fünf der acht Wiedenbrücker Saisontreffer erzielt.
Die Offensive ist Teil der zweiten Erkenntnis von Trainer Jürgen Prüfer aus dem Bielefelder Pokalspiel. Und die ist nicht so positiv. »Wir schaffen es derzeit einfach nicht, nach vorne Akzente zu setzen. Egal welcher Spielklasse der Gegner angehört: Nach vorne kommt viel zu wenig«, meint der Trainer. Gegen Paderborn vor einer Woche gab es keine einzige gute Aktion in der Offensive. »Vielleicht sind sich einige bei uns zu sicher, dass sie einen Stammplatz haben«, meint Prüfer ein Problem erkannt zu haben. Außerdem vermisse er bei dem einen oder anderen Akteur die Einsicht, »dass wir vom ersten Spieltag an mitten im Abstiegskampf stecken.«
Gegner Wiedenbrück ist einer der Favoriten der Liga und wird den Brakelern das Leben nicht leicht machen. Trainer Thomas Stratos bemüht zwar eine alte Fußball-Weisheit (»Jedes Spiel beginnt bei 0:0«), wird aber auch mit einem deutlichen Erfolg seiner Elf an der Nethe rechnen.
Genau diese Einstellung versucht Jürgen Prüfer in den Köpfen seiner Spieler erst gar nicht aufkommen zu lassen. »Wir können uns jetzt nicht hinstellen und uns noch mal abschießen lassen. Auch wenn Wiedenbrück der Favorit in diesem Spiel ist, müssen wir auf dem Platz zeigen, dass wir an einen zählbaren Erfolg glauben«, fordert Prüfer. Übersetzt heißt das: kämpfen, kämpfen, kämpfen. Eine Eigenschaft, die das Team im trostlosen Auftritt gegen Paderborn vor einer Woche weitgehend vermissen ließ.
Bis auf André Häger ist der Kader komplett. Dennis Hansmeier, der im Pokal am Donnerstag ein Tor erzielt hat, kehrt in den Ligabetrieb zurück.
Anstoß: Sonntag 17.30 Uhr.
Quelle: Westfalen-Blatt |