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WB-Serie A-Ligisten in der Winterpause - Folge 15: SV Brenkhausen/Bosseborn |
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Mittwoch, 30 Januar 2008 |
Brenkhausen/Bosseborn (WB). Andreas Grützner lässt keinen Zweifel. »Wir wollen Meister werden«, sagt der Trainer des SV Brenkhausen/Bosseborn. Fünf Punkte Rückstand hat sein Team zur Winterpause auf Spitzenreiter SG Alhausen/Pömbsen.
»Die lassen sich aufholen«, meint Grützner. Immerhin musste der SV Brenkhausen/Bosseborn in der Hinrunde nur eine Niederlage hinnehmen, ist jetzt seit elf Partien in Folge ungeschlagen. Allerdings ärgert sich der Coach über den einen oder anderen unnötigen Punktverlust. »Wir haben gegen Driburg und Ovenhausen in der letzten Minute jeweils den Ausgleich kassiert. Das musste nicht sein.«
Mit 52 Toren in 15 Spielen verfügen die Rot-Weißen über eine exzellente Treffer-Quote. Entscheidenden Anteil daran haben Jens Streicher (19 Tore) und Simon Kirchhoff (10).
»Jens hat in den vergangenen beiden Jahren jeweils die meisten Tore der gesamten Liga erzielt. Das ist schon stark. Allerdings sind wir nicht der SV Streicher. Wir haben auch andere Akteure, die in der Öffentlichkeit nicht so auffallen, für uns aber extrem wichtig sind«, bekräftigt Andreas Grützner. Unter anderem sei Andreas Root im Mittelfeld einer der absoluten Leistungsträger. Außerdem habe man das Defensiv-Verhalten im Vergleich zu den Vorjahren verbessert. »Wir arbeiten stetig daran. Es sind aber schon deutliche Fortschritte zu erkennen.«
Der vor der Saison vom SV Höxter an die Schelpe gewechselte Simon Kirchhoff habe sich gut eingelebt, freut sich der Coach. »Er ist ein großes Talent und belebt unser Spiel. Allerdings muss auch er noch viel lernen.« Mit seinen zehn Toren weist der Mittelfeld-Mann eine gute Ausbeute auf. Auch Neuzugang Florian Marks schlug zu Saisonbeginn auf Anhieb gut ein, hatte dann allerdings eine Schwäche-Phase. »Er spielt sein erstes Seniorenjahr. Bei so jungen Spielern sind Leistungsschwankungen im Saisonverlauf völlig normal«, berichtet Grützner. Nicht so viele Einsätze verzeichnete bislang Sören Schoppmeier, der aus der eigenen Jugend den Sprung in die A-Liga wagte. Er absolvierte in der Hinrunde seine Grundausbildung bei der Bundeswehr, konnte daher kaum trainieren. Das soll sich in der Rückrunde ändern.
Die Vorbereitung auf den langen Saisonendspurt hat der SV Brenkhausen/Bosseborn am vergangenen Samstag begonnen. Am Freitag steht der erste Test gegen den Warburger A-Ligisten FC Großeneder/Engar auf dem Programm. Anschließend folgen vier Testgegner, die es in sich haben. Mit Landesligist Hövelhof sowie den Bezirksligisten Dringenberg, Borgholz/Natzungen und Erkeln hat Grützner Partien gegen höherklassige Gegner abgesprochen. »In diesen Spielen kann sich die Mannschaft beweisen«, hofft der Coach auf positive Erkenntnisse und Erfahrungen.
Topfit will er in die lange Restsaison starten. Ausrutscher darf sich seine Elf da nämlich kaum erlauben, wenn sie am Ende ganz oben stehen will. Und das ist nach wie vor das Ziel des SV Brenkhausen/Bosseborn. »Wir spielen nach dem Abstieg jetzt im dritten Jahr in der A-Liga-Spitzengruppe und wollen zurück in die Bezirksliga«, bekräftigt Andreas Grützner. Den TuS Bad Driburg und den Nachbarn aus Fürstenau/Bödexen sieht er dabei als Hauptkonkurrenten. Aber auch die SG Alhausen/Pömbsen möchte er noch einholen. »Vor der Saison habe ich Platz eins als Ziel ausgegeben. Dabei bleibe ich«, kündigt er an. Eine spannende Rückrunde ist damit garantiert.
Stichworte für den Trainer
Mannschaft der Hinrunde: Die SG Alhausen/Pömbsen hat eine starke Hinrunde gespielt. Aber auch der TuS Bad Driburg hatte zuletzt einen guten Lauf.
Spieler der Hinrunde: Hier möchte ich keinen Namen nennen. Leider verkennt man nämlich oft die Spieler auf den Positionen, die nicht so auffallen, aber trotzdem für das Team sehr wichtig sind.
Überraschung der Hinrunde: Ich hätte den SC Lauenförde etwas weiter oben erwartet. Die übrigen Mannschaften stehen in der Tabelle in etwa da, wo ich sie vor der Saison eingestuft hätte.
Meistertipp: Es bleibt bis zum Saisonende sehr eng. Ich hoffe, dass wir am Schluss die Nase vorn haben.
Persönliches Ziel: Ich möchte die Qualität des Spiels in der Mannschaft immer weiter verbessern.
Quelle: Westfalen-Blatt |