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Freitag, 27 April 2007 |
A-Ligist SV Bredenborn hat nach der Winterpause noch nicht einen Punkt geholt. Über die sportliche Krise seiner Fußballer sprach SVB-Trainer Thomas Kalsdorf mit WB-Mitarbeiter Michael Risse. Warum gab es seit dem Winter keinen Erfolg? Hat sich das Team personell verändert? Thomas Kalsdorf: Dominik Kunze verletzte sich an der Achillessehne und bei mir ist das Kreuzband gerissen. Frank Versen verließ uns, Marco Fenske steht nicht mehr bereit, und Benjamin Mues kann nicht mehr trainieren. Wir mussten Spieler auf Positionen einsetzen, auf denen sie gebraucht werden und nicht wo von ihnen die beste Leistung zu erwarten ist. Am Sonntag hatten wir wenigstens wieder vier Ersatzspieler.
Wie beurteilen Sie die jüngsten Auftritte ihrer Elf? Thomas Kalsdorf: Gegen Lauenförde sowie in Bad Driburg waren die Spiele lange ausgeglichen. Auch die Partie gegen Rolfzen war am vergangenen Sonntag ein Spiel, das 0:0 enden musste. Aber dann passieren kurz vor Ende in der Defensive Fehler wie bei einer Schüler-Mannschaft. Und dies bei Spielern, die Erfahrung aus über 250 A-Liga-Begegnungen haben. Die Verunsicherung ist ziemlich groß.
Was verhindert derzeit bessere Ergebnisse? Thomas Kalsdorf: Wir haben niemand, der das Spiel ordnet, das Tempo und die Spielstrategie vorgibt. Ich glaube schon, dass ich der Mannschaft, vor allem den jüngeren Akteuren, auf dem Spielfeld fehle. Jedoch bereiten uns nicht nur die Ausfälle Probleme. Jeder einzelne weiß genau, dass er derzeit nicht seine beste Leistung abruft.
Glauben Sie, dass die nächsten Spiele mit positiven Resultaten enden? Wie ist die Stimmung beim SV Bredenborn? Thomas Kalsdorf: Ich habe in meiner Sportlerlaufbahn noch nie sechs Spiele in Folge verloren. Nach dem Spiel in Driburg war ich noch optimistisch, aber die Partie gegen Rolfzen war ein Tiefpunkt. Wir haben diesmal auch spielerisch eine schlechte Leistung geboten. Wenn wir uns in den kommenden Spielen in dieser Verfassung präsentieren, gibt es wenig Hoffnung auf bessere Resultate. Die Stimmung ist gedrückt, aber es ist nicht so, dass wir uns zerfleischen. Der Mannschaftsgeist ist in Ordnung. Niemand muss sich Sorgen machen, dass wir auseinanderbrechen.
Werden sie auch in der kommenden Saison den SV Bredenborn trainieren? Thomas Kalsdorf: Ja. Nachdem der Verein im März umstrukturiert wurde, haben mich die Verantwortlichen der neuen Fußballabteilung gebeten, in der nächsten Saison im Amt zu bleiben. Wir werden dagegen wirken, dass der SVB immer als Auftstiegsaspirant gehandelt wird und wollen junge Spieler einbauen. Schon jetzt haben wir drei Stammspieler, die ihr erstes Jahr im Seniorenbereich bestreiten. Zwei absolvieren erst ihr zweites Jahr in der A-Liga.
Quelle: Westfalen-Blatt
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