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Dann gehe ich zum SV Werl-Aspe." Carsten Schulze, Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten SuS Lage, hatte seinen Humor nach der 0:3-Niederlage seiner Mannschaft gegen Schlusslicht TuS Lüdenhausen nicht verloren. Doch auch der erfahrene Torwart weiß, dass sich sein Team in einer schwierigen Situation befindet. Schon jetzt steht für Schulze fest, dass "wir unsere Ziele neu definieren müssen". Und das nach nur neun von 32 Saisonspielen. Als Carsten Schulze im vergangenen Jahr vom TuS Lockhausen zu seinem Stammverein zurückkehrte, wollte er in der ersten Saison die Klasse sichern und anschließend "angreifen und hier etwas aufbauen". Nun sagt er trotzig: "Dann muss ich meine Pläne eben um ein Jahr nach hinten verschieben. Bei den Verhandlungen mit den Spielern habe ich gemerkt, dass der Name Lage immer noch zieht." Die Truppe aus der Zuckerstadt startete viel versprechend in die Saison. Mit zwei klaren Heimsiegen gegen Lüerdissen (3:0) und Nieheim (4:1) sowie einem 0:0 beim Post-SV Detmold durfte sich das Team nach oben orientieren, doch mit dem 0:5 gegen Warburg und dem 2:3 beim Schlusslicht aus Neuenheerse wurden die Hoffnungen gedämpft. "Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht unten reinrutschen", formuliert Schulze das neue Ziel. Ein Tiefpunkt war die Schlappe gegen Lüdenhausen. Den Hauptgrund für die Misere sieht der Trainer in einem personellen Engpass. So fehlen Eßer, Gaus und Martens verletzungsbedingt langfristig, Kaluzynski und Haner sind gesperrt. Zudem steht Michael Majewski aus beruflichen Gründen erst ab der Rückserie wieder zur Verfügung und Arno Steineke ist verschollen. "Ich habe ihm mehrfach eine sms geschrieben und versucht, ihn anrufen", berichtet Schulze. Vorgefallen sei nichts - außer, dass der Spieler am ersten Spieltag auf der Bank gesessen habe. Aber Steineke sei dafür bekannt, dass er unzuverlässig sei. "Der ist doch schon bei fast jedem Verein gewesen", hat Schulze diesen Spieler abgeschrieben. Trotz des modifizierten Ziels möchte Schulze weiter kämpfen. "Mein fünfjähriger Sohn hatte die Idee, einen Düsenantrieb für meine Spieler zu bauen, damit sie schneller laufen", freut er sich, dass er bei seiner Familie ("Ich habe volle Unterstützung.") abschalten kann. Volle Rückendeckung hat Schulze von Kurt Gnade. Der Obmann: "Das gleiche gilt für die Mannschaft." Doch Gnade, der die derzeitigen Leistungen als "desolat" bezeichnet, übte Kritik am Hauptvorstand: "Ich habe nicht die Freiheiten, die ich als Obmann brauche. Die Unruhe im Umfeld wirkt sich auf die Leistung aus." Ein kurzfristig angesetztes Gespräch mit dem Hauptvorstand gab jetzt Klarheit: "Ich habe das alleinige Sagen", so Gnade gestern. Die nötige Orientierung für die SuS-Fußballer ist also gegeben.
Quelle: Lippische Landeszeitung
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