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Mit der Trennung von Erfolgstrainer Werner Koch begann die Talfahrt |
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Dienstag, 25 Oktober 2005 |
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Thomas Viehöfer ist normalerweise ein selbstbewusster Mensch, manchmal vielleicht schon etwas zu selbstbewusst. Doch davon ist in diesen Tagen nichts mehr übrig geblieben - der junge Trainer wirkt in sich gekehrt. Die schlechten Leistungen einer Mannschaft machen aus einem extrovertierten einen introvertierten Menschen. Was mangelnde Einstellung von Fußballern doch so alles bewirken kann. Der SV Höxter befindet sich in einer seiner größten Krisen in der erst 20-jährigen Vereinsgeschichte. Dafür gibt es hausgemachte Ursachen. Spätestens seit vergangenem Samstag - nach der blamablen 1:2-Niederlage gegen das bis dato punktlose Schlusslicht SV Borgholz/Natzungen - bangt Optimist Viehöfer ernsthaft um den Klassenerhalt in der Landesliga. Und das ist vollends berechtigt. Bei den Kreisstädtern besteht Rede- und noch mehr Handlungsbedarf. Die Gründe nach dem Warum müssen her. Es müssen Konsequenzen gezogen werden. Die WESTFALEN-BLATT-Sportredaktion geht einmal zweieinhalb Jahre zurück und erkennt auch in den Fehlern der Vergangenheit die Gründe für die sportliche Krise in der Gegenwart. Ursache Nummer eins:Die Trennung von Werner Koch. Im Frühjahr 2004, der SVH spielte in der Verbandsliga, wurde dem Erfolgstrainer mitgeteilt, dass eine Zusammenarbeit über die Saison hinaus nicht angedacht sei. Die Begründung lautete damals: Nach vier Jahren nutzt sich ein Trainer ab, deshalb müsse ein neuer Mann her. Fakt ist: Mit Werner Koch gelang im Zeitraum von 2001 bis 2003 der Sprung von der Bezirks- bis in die Verbandsliga. Koch und die Mannschaft - das passte. Der Sachverstand, der Enthusiasmus und das »Feuer« des sportlichen Leiters, der inzwischen erfolgreich bei der SpVg. Brakel arbeitet, wurden seitdem nicht nur bei den Fans schmerzlich vermisst. Ursache Nummer zwei: Als Nachfolger für Koch wurde Didi Wedegärtner auserkoren. Der Neue wohnte in Büren, arbeitete in Münster und musste in Höxter trainieren. Wie sollte das gut gehen? Nach nur drei Monaten gingen SVH und Wedegärtner aus verständlichen Gründen wieder getrennte Wege. Der Bürener hatte nie einen Draht zur Mannschaft gefunden - Niederlage reihte sich an Niederlage. Wedegärtners-Nachfolger kam aus Boffzen und hieß »Siggi« Kaiser. Ursache Nummer drei:Der dritte Trainer in nur einem Jahr litt bereits unter der verfehlten Personalpolitik beim SVH. »Leitwölfe« wie Alexander Hundt, Torwart Holger Thamm oder Andreas Wegener verabschiedeten sich, doch adäquater Ersatz wurde nicht geholt. Junge Akteure, die Führungsspieler gebraucht hätten, wurden ins »kalte Wasser« geworfen«. Zudem muss sich Fußball-Abteilungsleiter Hans Marbach den Vorwurf gefallen lassen, dass die Auswahl der Neuzugänge fast schon willkürlich erschien. Ursache Nummer vier: Der bisher größte Flop ist die Verpflichtung von Martin Staniek. Der Mann aus Polen wurde wenige Spieltage nach Beginn dieser Saison als die absolute Verstärkung gefeiert. Diese Überzeugung vertrat nicht nur Trainer Thomas Viehöfer aufgrund seiner gewonnenen Eindrücke beim Probetraining. Fakt ist, Staniek muss die Verantwortlichen der Kreisstädter wie auch immer unheimlich geblendet haben. Fakt ist auch, der Neue kassiert gut ab und bringt dafür so gut wie nichts. Ursache Nummer fünf:Das ist eindeutig die mangelnde Einstellung vieler Akteure beim SVH. Wenn nach dem 1:2 gegen Borgholz/Natzungen Spieler lachend in die Kabine gehen und offensichtlich nicht den Ernst der Lage erkannt haben, stimmt das mehr als bedenklich. Ein Uli Kockmann, der alles gibt und sich einen Kopf um die aktuellen Probleme macht, ist zu wenig. Ursache Nummer sechs:Dauernd sind Leistungsträger verletzt. Auffällig dabei, »Pek« Kieszniewski kommt aufgrund seiner dauernden Blessuren kaum noch zum Einsatz. Ursache Nummer sieben:Hans Marbach entscheidet in der Fußball-Abteilung des SVH in Sachen Personal fast allein. Seiner Stimme wird Glauben geschenkt. Dabei ist Teamarbeit unabdingbar. Gemeinsamkeit macht stark. Quelle: Westfalen-Blatt
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