|
SV Höxter und das Prämienspielchen - Ein hilfloser Vorstand |
|
|
|
Mittwoch, 26 Oktober 2005 |
|
Geheimaktion beim SV Höxter. Der Vorstand tagte. Kein Wort sollte vom Beschluss des Gremiums nach Außen dringen, bevor die Mannschaft die Entscheidung serviert bekam. Davon einmal abgesehen, dass doch vorzeitig durchsickerte, was die Herren dort beredet hatten: Welch gigantische Entscheidung sollte da geheim gehalten werden? Kein Trainerrauswurf, keine Spielersperren und auch keine Gehälterstreichungen. Vielmehr wird es das Geld für die Kicker zum Teil nur noch leistungsbezogen geben. Oder auch nicht- aber auch befristet . . . aber nur bei maximaler Punktzahl ? Verwirrend? Ich bezweifele, dass ein Großteil der Mannschaft die neue Regelung überhaupt verstanden hat. Wörtlich in der Presseerklärung des SV: ,,Ab sofort- zunächst befristet bis zum 31.12.2005- wird ein prozentualer Teil der Zuwendungen an die Spieler umgewandelt in Leistungsprämien. Die Zuwendungen werden gekürzt, bei Punktgewinnen werden Punktprämien gezahlt bis hin zu 100 % der Kürzungsbeträge bei maximaler Punktzahl.“ Alles verstanden? Ich nicht. Aber ich bekomme ja auch keinen Lohnstreifen vom SV Höxter. Der Vorstand betont aber, dass er damit auf die zu erwartetenden fehlenden Zuschauereinnahmen reagiert. Wenn er ehrlich ist, dokumentiert er damit allerdings nur Hilflosigkeit. Über welche Kürzungsbeträge spricht man denn hier? Macht das bei den nicht üppigen Zuwendungen beim SV Höxter zehn oder zwanzig Euro im Monat aus? Hinzu kommt die Inkonsequenz der Befristung mit wenn und aber. . . und am Ende doch nicht. Keinem weh tun, aber alles erreichen – das geht nicht. Der Höxteraner Vorstand ist hilf-und ratlos – aber er hat reagiert. Quelle: Neue Westfälische
|