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Brakel (WB). »Wir dürfen den Gegner nicht nach dem Tabellenplatz bewerten«, wird Brakels Trainer Werner Koch wohl noch einmal in der Mannschaftsbesprechung sagen. Derzeit liegt Borussia Emsdetten nur auf Rang elf, obwohl sich das Team vor der Saison vorgenommen hatte, oben anzugreifen. Nach sechs Spielen hat die SpVg. Brakel sechs Punkte Vorsprung auf den morgigen Gast. Doch ist der Aufsteiger von der Nethe deshalb zum ersten Mal in dieser Saison in der Favoritenrolle?
Nach den bisherigen Leistungen kann man von der Koch-Elf einen selbstbewussten Heimauftritt erwarten, aber Borussia Emsdetten ist ein Team, dass unter Wert dasteht. »Borussen-Coach Stefan Henning ist dort im fünften Jahr Trainer. Er hat bestimmt mit Verstand gehandelt, als er vor der Saison verkündet hat, oben mitspielen zu wollen«, erklärt Werner Koch, der allerdings auch sagt: »Emsdetten ist zum ersten Mal so schlecht gestartet. Die Situation ist neu für sie.« Beim 0:4 gegen Wiedenbrück kam erschwerend hinzu, dass Emsdetten zum ersten Mal auf Benjamin Blank, den Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, verzichten musste. Der 29-Jährige nahm einen Job in Süddeutschland an. Die Brakeler gehen in die morgige Partie in Bestbesetzung. Alle 20 Spieler sind einsatzbereit. Michal Pietrzyk ist seit Donnerstag wieder im Training und auch Daniel Richter, der vergangenen Sonntag mit einem verstauchten Zeh vom Feld ging, steht bereit. »Sie waren alle sehr engagiert beim Training. Die richtige Auswahl zu treffen ist nicht einfach«, gesteht Koch. Im Vergleich zum Spiel in Schermbeck möchte der Brakeler Trainer das Spiel nach vorn verbessern: »In den Bemühungen der Spitzen erwarte ich mehr Laufbereitschaft und den Willen, den Ball zu bekommen. Die Grundlage wird aber ein zu Null sein.« Quelle: Westfalen-Blatt Werner warnt wieder: Spvg Brakel empfängt Emsdetten Brakel. Die erste Niederlage ist verdaut. Ist Neuling Spvg. Brakel im Verbandsliga-Alltag angekommen? Kommt jetzt der typischen Einbruch eines Neulings? Morgen tritt Borussia Emsdetten in Brakel an. Das Team kann zeigen, in welche Richtung der Weg führt. ,,Die Mannschaft soll nur nicht denken, dass es gegen Emsdetten leicht wird. Die haben mit ihrem derzeitigen schlechten Tabellenplatz nichts zu tun. Die Mannschaft gehört mit zu den gestandenen Teams der Liga und wird kommen.“ Trainer Werner Koch warnt wieder vor. Gewohnterweise. ,,In dieser Liga musst du jeden Sonntag alles abrufen. Wenn du das nicht machst, wirst du durchgereicht“, will er von seinem Team diesem mehr Engagement nach vorn. ,,Das hat bei der Niederlage in Schermbeck im ersten Durchgang gar nicht geklappt. Da muss wieder mehr kommen, dann haben wir auch gegen Emsdetten wieder unseren Erfolg.“
Dabei steht dem Trainer auch der bis dahin doch recht erfolgreiche Sturm komplett zur Verfügung. Zuletzt allerdings konnte man den Eindruck gewinnen, die Jungs ruhen sich auf ihren Lorbeeren aus.
In dieser Trainingswoche meldete sich auch der angeschlagene Daniel Richter wieder beim Mannschaftstraining an. ,,Bei ihm geht es nur noch darum, ob er nach seiner Blessur auch wieder gewohnt in die Zweikämpfe gehen kann“, sieht Koch hinter seinem Einsatz am Sonntag kaum ein Fragezeichen.
Schlechter sieht es da schon bei Mihael Pietrzyk aus. Er stieg zwar schon wieder ins Mannschaftstraining ein, aber nicht beschwerdefrei und mit medikamentöser Unterstützung.
,,Mal sehen, wie sich das entwickelt. Beim letzten Mal gab es den großen Rückschlag“, will Koch bei seinem Mittelfeldmann nichts riskieren. Zumal: der Rest der Mannschaft steht komplett zur Verfügung. Alternativen sind da. Quelle: Neue Westfäliche |