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Es gibt eine Mannschaft im Fußballkreis Höxter, die hat alle Experten Lügen gestraft. Als akut abstiegsgefährdet wurde sie eingestuft, weil der personelle Aderlass sehr hoch war. Doch alles kam ganz anders. Die Mannschaft ist inzwischen eine Top-Adresse im Aufstiegskampf zur Bezirksliga. Es ist der TuS Bad Driburg, der in der A-Liga mit nur zwei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter SV Brenkhausen/Bosseborn noch alle Chancen auf seiner Seite hat. Wer hätte im August 2005 gedacht, dass im sportlichen Bereich in der Kurstadt neben dem Tischtennis-Bundesligisten auch das A-Liga-Team für positive Schlagzeilen sorgen würde ? Nach 15 Spielen empfiehlt sich der TuS von der Iburg mit 35 Punkten, 43:19-Toren, elf Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen für die höhere Spielklasse. Der vermeintliche Abstiegskandidat ist längst ein Aufstiegsanwärter. Trainer Harald Klunker kennt die Gründe für den vorher nicht für möglich gehaltenen Aufbruch zu neuen Ufern: »Die Abgänge wurden überbewertet. Es hat dem Team gut getan, dass uns einige Spieler verlassen haben, plötzlich wurden wir eine verschworene Gemeinschaft.« Auf dem Platz habe in der abgelaufenen Saison oft zu viel Meckerei und eine permanente Unruhe geherrscht. »Die Stinkstiefel sind endlich weg«, nimmt der Übungsleiter kein Blatt vor den Mund. »Der ausgezeichnete Start hat uns dann das so wichtige Selbstvertrauen gegeben«, nennt Klunker einen weiteren Grund für das Abheben des TuS in die höheren Regionen der A-Liga. Am ersten Spieltag wurde Mit-Aufstiegsfavorit TuS Vinsebeck auf eigenem Platz mit 3:1-Toren besiegt. In der zweiten Begegnung folgte ein 3:3-Unentschieden bei TIG Brakel, bevor ein eindrucksvoller 4:0-Erfolg bei der SG Ottbergen/Bruchhausen die Richtung nach oben wies. Der TuS-Express düst nun konstant durch die A-Liga. Auch die beiden Niederlagen - 1:2 auf eigenem Kunstrasenplatz gegen den SV Bredenborn am 18. September und 2:4 eine Woche später beim SV Brenkhausen/Bosseborn - konnten die Blau-Gelben nicht vom Kurs abbringen. »Das Team ist zusammen gewachsen und hat sich auch nicht vom Verletzungspech beirren lassen«, stellt der Coach heraus. So hätten immer wieder hoch gemeldete A-Juniorenspieler und auch »Oldie« Ralf Steinig (42 Jahre) ausgeholfen. Es gab zahlreiche Langzeitverletzte wie Stefan Bentler , Rene Paßlack oder Nils Novy. Dann gab es auch auch noch die laut Klunker unberechtigte rote Karte gegen Olaf Rohe beim 4:2-Erfolg in Lauenförde. Doch die Sperre von Rohe ist inzwischen abgelaufen. Die Geschlossenheit und die verschworene Gemeinschaft sollen es in den noch zwei ausstehenden Partien vor der Winterpause gegen TIG Brakel auf eigenem Platz und auswärts gegen den SV Kollerbeck sowie in den dann noch ausstehenden 13 Partien bis Juni 2006 richten. Die Klunker-Jungs trainieren dreimal in der Woche und überlassen nichts dem Zufall. »Und vielleicht«, verrät der ehrgeizige Übungsleiter, »gibt es jetzt in der Winterpause noch die ein oder andere Verstärkung.« Schließlich habe er nach wie vor einen guten Draht zu dem ein oder anderen Kicker, der den TuS verlassen hat. »Bei einigen stehen die Zeichen auf Rückkehr«, hat der Coach ausgemacht und nennt Marco Fenske, den Torjäger SV Bredenborn. Es ist unüberhörbar, Klunker und der TuS wollen raus aus der A- und hinein in das Abenteuer Bezirksliga. »Wir sind endlich auch auswärts konstant«, fügt der Sportsmann einen weiteren Grund an, warum es denn im Juni mit dem Sprung in die höhere Fußball-Etage klappen könnte und fügt an: »Dafür müssen wir kämpfen.« Bad Driburg bereitet sich auf ein spannendes Aufstiegsrennen vor und setzt auf das Happyend. Wer hätte das vorher gedacht ? Quelle: Westfalen-Blatt
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